Eine Elektrokaustik bzw. Kauterisation wird insbesondere dann bei überstehenden Hautveränderungen (z.B. Fibromen, Stielwarzen) angewandt, wenn deren Entfernung durch ein Skalpell ohne nachfolgende Naht aufgrund ihrer Größe oder Anzahl bzw. einer eingeschränkten Blutgerinnung des Patienten zu einer übermäßigen Blutung führen würde. Durch die Hitzeentwicklung in den stromdurchflossenen Schneid- oder Schlingenelektroden lassen sich einerseits die betreffenden Hautveränderungen sehr leicht in örtlicher Betäubung abtrennen, andererseits kommt es schon während der OP-Schnitte zu einer sofortigen Blutstillung. Es entstehen verschorfte, oberflächliche Wunden, die je nach Größe der vorbestehenden Hautveränderungen mit etwas helleren, meist unscheinbaren Närbchen oder Narben abheilen.