Die Kryotherapie (Vereisung) ist ein überaus wirksames und rasch einsetzbares Verfahren zur Behandlung einer Reihe unterschiedlicher Hautveränderungen. Hierzu zählen einerseits gutartige Viruswarzen und seborrhoische Keratosen, andererseits Vorstufen (aktinische Keratosen) oder Frühstadien von hellem Stachelzellkrebs sowie oberflächliche Formen von Basalzellkarzinomen. Wir setzen hierzu Stickstoff in flüssigem Aggregatzustand ein, um möglichst tiefe Minusgrade (-196 °C) zu erreichen. Da wir eine gezielte Kontakt-Kryotherapie für nur wenige Sekunden durchführen, können wir die Therapie sehr schonend einsetzen und weitgehend auf die betroffenen Hautstellen beschränken. Die gute Wirksamkeit erklärt sich insbesondere aus einer Eiskristallbildung in den krankhaften Zellen, die in der Folge zu deren Zerplatzen führt. Während des Vereisungs- bzw. Einfriervorgangs kommt es in der Regel lediglich zu mehr oder weniger ausgeprägten brennenden Mißempfindungen, die meist rasch wieder abklingen. Im Laufe der nächsten Tage entsteht am Auftragungsort meist eine Rötung mit blasiger Abhebung der Haut, die dann anschließend verschorft. Der Schorf fällt nach etwa zwei bis drei Wochen ab, nachdem sich darunter bereits eine zunächst häufig noch hellrötliche neue Hautschicht gebildet hat. Bei einigen Hautveränderungen sind kurzfristige Folgebehandlungen zu deren vollständigen Rückbildung erforderlich. Als Nebenwirkung kann sich eine leichtgradige Aufhellung der behandelten Hautfläche einstellen. Gelegentlich auftretende Narbenbildungen sind in aller Regel diskret.