Die Photodynamische Therapie stellt für Vorstadien und oberflächliche Formen von hellem Hautkrebs – wie etwa aktinischen Keratosen und superfiziellen Basalzellkarzinomen – eine moderne Alternative zur bewährten Kryotherapie dar. Am Vormittag wird unter hautärztlicher Aufsicht in unserer Praxis eine besondere Creme mit einem Photosensibilisator (häufig Derivate der 5-Aminolävulinsäure), der die Tumorzellen der Haut in hohem Maße empfindlich gegenüber sichtbarem Licht macht, gezielt aufgetragen. Anschließend muss die Creme unter einem lichtdichten Abschlussverband etwa vier Stunden einwirken. Während dieser Einwirkzeit reichert sich der enthaltene Wirkstoff hauptsächlich nur in den Tumorzellen an.  Nach den vier Stunden hat der Patient am Nachmittag einen Folgetermin in unserer Praxis und wird nach Entfernung des Abschlussverbandes gezielt mit einer speziellen Rotlicht-Lampe bestrahlt. Infolgedessen bilden sich freie Sauerstoffradikale, die die Tumorzellen in der Haut selektiv zerstören. Die Photodynamische Therapie kann schmerzhaft sein und geht in der Regel auch mit einer heftigen, mehrtägigen roten Reizung der betroffenen Hautareale einher, der eine Abschuppung folgt. Nach etwa zwei Wochen ist die Reaktion abgeklungen. In den meisten Fällen muss zur vollständigen Zerstörung aller Tumorzellen und zum Erhalt des Behandlungsergebnisses eine kurzfristige Wiederholung der Therapie erfolgen. Die Photodynamische Therapie gilt in geeigneten Fällen als kosmetisch hervorragend, wird aber bislang nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.