Hautkrebs nimmt selbst in jungen Jahren kontinuierlich zu. Schuld daran ist, dass die Haut in Alltag und Freizeit zunehmend gefährlichen UV-Strahlen im natürlichen Sonnenlicht ausgesetzt ist. Der Anstieg gilt nicht nur für den schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom), der von den bräunlichen Muttermalen (Nävuszellnävi) nur schwer zu unterscheiden ist, und sich besonders aggressiv fortentwickelt, sondern auch für die verschiedenen Formen des hellen Hautkrebs, der sich in frühen Stadien lediglich mit aufgerauten Stellen (sog. Aktinische Keratosen) oder kleinen glasigen Knötchen (sog. Basalzellkarzinome) im Kopfbereich zeigt. Um ausgedehnten Operationen und auch einem ungünstigen bis hin zu tödlichem Verlauf von Hautkrebs entgegenzuwirken, ist der Vorbeugung (Prävention) höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Da viele Patienten anlagebedingte Risiken haben (wie etwa einen hellen Hauttyp oder eine hohe Anzahl von Muttermalen), reicht ein konsequenter Sonnenschutz hierzu nicht aus. In den meisten Fällen kann der regelmäßige, über viele Jahre dermatologisch geschulte Blick (Inspektion) bereits Vor- oder Frühformen von Hautkrebs aufdecken und so Schlimmeres verhindern. Es wird daher empfohlen, den Dermatologen mindestens alle zwei Jahre um eine Untersuchung der gesamten Haut zu bitten, die von den meisten Krankenkassen schon mit dem Beginn des Erwachsenenalters übernommen wird. Um eine bessere Einordnung der entdeckten Hautveränderungen zu gewährleisten, empfehlen wir in der Regel eine zusätzliche auflichtmikroskopische Untersuchung (Dermatoskopie), welches die Hautstruktur 10-fach vergrößert darstellt und in der Haut liegende Farbänderungen detaillierter und kontrastreicher darstellt. Sollten hierbei Unklarheiten auftreten, kommt eine zusätzliche Kontrolluntersuchung (Verlaufskontrolle) oder sogar eine Hautbiopsie zur feingeweblichen Untersuchung in Betracht.

Alternativ zum klassischen Dermatoskop bieten wir auch eine moderne computergestützte Dermatoskopie mit noch höherer Vergrößerung und der Speicherung von regelmäßigen Verlaufsaufnahmen an. Dies ermöglicht es uns, bereits diskrete, für den Patienten unbemerkte Größen, Farb- oder Formänderungen von insbesondere pigmentierten Läsionen frühzeitig aufzudecken. Diese bereits seit Jahren etablierte Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bislang nicht übernommen, kann aber auf Wunsch als individuelle Gesundheitsleistung angeboten werden.